Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte. Kennen Sie diese Redewendung? Ganz sicher sogar. Und wir wissen auch, dass es stimmt. Besonders bei Ihrer Bewerbung kommt es darauf an, dass jedes Detail stimmt. Das gilt natürlich auch für Ihr Bewerbungsfoto. Noch bevor sich Ihr künftiger Arbeitgeber Ihren Lebenslauf durchgelesen hat, fällt sein Blick auf Ihr Foto. Und schon da fällt er ein erstes Urteil über Sie: Wirken Sie sympathisch? Vertrauenswürdig? Kompetent?
Im heutigen Beitrag zeige ich Ihnen die 3 Goldenen Regeln, die Sie bei Ihrem Bewerbungsfoto beachten müssen. Und im Anschluss sage ich Ihnen, warum es so wichtig ist, wie Sie auf Menschen wirken.

GOLDENE REGEL Nr. 1: Verwenden Sie ein professionell gemachtes Foto!
GOLDENE REGEL Nr. 2: Verwenden Sie ein aktuelles Foto!
GOLDENE REGEL Nr. 3: Vermitteln Sie einen sympathischen aber kompetenten Eindruck!

Karin Leitmüller

DIE 3 GOLDENEN REGELN FÜR IHR BEWERBUNGSFOTO

GOLDENE REGEL Nr. 3: Vermitteln Sie einen sympathischen UND kompetenten Eindruck

Das ist die allerwichtigste Regel für Ihr Bewerbungsfoto. Verwenden Sie NIEMALS NIEMALS NIEMALS wirklich NIEMALS selbstgemachte Fotos, z.B. Fotos aus dem letzten Urlaub, Fotos der letzten Familienfeier oder gar Selfies. Das wirkt in höchstem Maße unprofessionell und unseriös.

Gehen Sie zu einem Profifotografen – wenn möglich einem, der auf Bewerbungsfotos spezialisiert ist. Jeder Personalist erkennt, ob es sich bei Ihrem Foto um ein Profifoto oder um ein selbstgeschossenes Foto handelt. Nur mit einem professionellen Foto können Sie den Eindruck vermitteln, dass Sie
(1) die Bewerbung ernst nehmen und
(2) kompetent und vertrauenswürdig sind.
Mit einem unprofessionellen Foto ernten Sie höchstens verwundertes Kopfschütteln, und Ihre Bewerbung wandert auf den C-Stapel oder direkt in die Rundablage (sprich Papierkorb).

GOLDENE REGEL Nr. 2: Verwenden Sie ein aktuelles Foto

Geht es Ihnen auch so, dass Sie sich auf Fotos, die schon einige Jahre alt ist, besser gefallen? Auf diesen Fotos sehen Sie jünger aus (klarerweise), und Sie hatten vielleicht noch ein paar Kilos weniger. Trotzdem sollten Sie ein aktuelles Foto verwenden. Ihr zukünftiger Arbeitgeber soll Sie ja wiedererkennen, wenn Sie dann persönlich vor ihm stehen. Für Ihr Gegenüber ist es ziemlich irritierend, wenn Sie Ihrem Bewerbungsfoto nur mehr entfernt ähneln. Es wirkt unseriös und geschummelt.

Auch hier kann Ihnen Ihr Fotograf helfen, Sie in das richtige Licht zu setzen. Dann bekommen Sie garantiert Fotos, auf denen Sie sich gefallen. Buchen Sie wenn nötig eine Visagistin zu Ihrem Fototermin. Mit ein bisschen professionell aufgetragenem Makeup werden Ihre Stärken hervorgehoben und kleine Makel kaschiert, sodass Sie sicherlich mit Ihrem Foto zufrieden sein werden.

GOLDENE REGEL Nr. 3: Vermitteln Sie einen sympathischen UND kompetenten Eindruck

Leichter gesagt als getan, nicht wahr? Trotzdem – versuchen Sie, folgende Aspekte im Hinterkopf zu haben.

Erfolg durch Sympathie

Sie sollten sympathisch und freundlich wirken. Jeder Arbeitgeber will insgeheim sympathische, freundliche Mitarbeiter; jeder Personalist will sympathische, freundliche Kollegen. Wenn Sie auf Ihrem Bewerbungsfoto sympathisch wirken, werden Ihre Bewerbungsunterlagen mit mehr Wohlwollen und Offenheit beurteilt. Wirken Sie unsympathisch, wird Ihre gesamte Bewerbung sehr kritisch betrachtet.

Erfolg durch Kompetenz: Kompetenz durch Aussehen

Zeigen Sie Ihre Kompetenz durch Ihren Gesichtsausdruck und Ihre Kleidung. Besonders für Frauen gilt: Verwenden Sie keine verspielten oder neckischen Posen, die Sie sexy wirken lassen. Dadurch werden Sie als weniger kompetent wahrgenommen. Tragen Sie dezentes Makeup, damit Sie gepflegt aber nicht geschminkt wirken.

Apropos gepflegt: natürlich sollte Ihre Frisur top sein, wie frisch vom Friseur. Aber auch hier gilt: gepflegt, aber nicht übermäßig aufgebrezelt. Die Regel, dass auf Bewerbungsfotos die Haare nicht offen getragen werden sollen, gilt schon lange nicht mehr. Tragen Sie Ihre Haare so, wie Sie sich wohlfühlen und wie es am besten zu Ihnen passt. Nur wenn Sie eine sehr wallende Mähne haben, sollten Sie Ihre Haare für das Foto zusammenbinden. Ansonsten werden Sie als zu extravagant wahrgenommen.

Erfolg durch Kompetenz: Kompetenz durch die richtige Kleidung

Wählen Sie für den Fototermin ein Outfit oder einen Kleidungsstil, den Sie auch bei einem Vorstellungsgespräch tragen würden. Oder sogar noch eine Spur formeller.

Bewerben Sie sich bei einer Bank, einer Steuerberatungs- oder Rechtsanwaltskanzlei? Dann müssen Sie auf alle Fälle ein sogenanntes Business-Outfit tragen. Für die Damen bedeutet das Hosenanzug, Kostüm oder Blazer mit Bluse; für die Herren heißt das Anzug, weißes Hemd und Krawatte – immer in neutralen dezenten Farben (schwarz, grau, blau). So angezogen würden Sie zu Ihrem Vorstellungsgespräch gehen, und so müssen Sie auch in Ihrem Bewerbungsfoto gekleidet sein.

Für jede andere Position kann man auch den sogenannten „Business Casual“ Stil tragen. Das bedeutet für Frauen Blazer mit Bluse oder Top; für Männer Sakko mit Hemd. Es ist aber nie verkehrt, noch eine Spur formeller zu sein und z.B. eine Krawatte zu verwenden. Ihr zukünftiger Arbeitgeber weiß und erwartet sogar, dass Sie sich für Ihre Bewerbung feinmachen und zum Teil elegantere Kleidung tragen, als Sie im normalen Arbeitsalltag anziehen würden. Hier können speziell die Frauen schon etwas Farbe ins Foto bringen – aber bitte nicht zu viel. Rüschen oder ähnliches sind natürlich tabu.

Wenn Sie vorab noch nicht wissen, ob Sie zusätzlich zu Ihren „normalen“ Bewerbungsfotos noch ein sehr formelles Foto brauchen, dann nehmen Sie einfach zu Ihrem Fototermin beim Fotografen verschiedene Outfits mit. Oft gibt der Fotograf dann noch wertvolle Ratschläge, welche Farbe Ihnen besser steht bzw. was dann am Foto besser wirkt.

Die Wirkung Ihres Aussehens

Wir alle wünschen uns, dass unsere Mitmenschen uns aufgrund unserer Persönlichkeit und aufgrund unseres Könnens beurteilen und nicht aufgrund unseres Aussehens. Nicht wahr? Mir jedenfalls geht es so. Doch leider ist das im wirklichen Leben nicht der Fall. Was unser Gegenüber als Erstes von uns wahrnimmt, ist nun mal unser Aussehen. Das prägt den ersten Eindruck, den wir hinterlassen.

Schöne Menschen haben es leichter?
Ja und nein.

Attraktive Menschen werden im Allgemeinen vorteilhafter bewertet als weniger attraktive Menschen. Man spricht ihnen mehr berufliche und soziale Kompetenz sowie auch mehr positive Charaktereigenschaften zu. Für Bewerbungen bedeutet das: Bei Bewerbern mit gleicher Qualifikation werden attraktive Bewerber tendenziell besser beurteilt als weniger attraktive Bewerber.

Attraktivität kann im Berufsleben aber auch das Gegenteil bewirken: Frauen, die zu attraktiv sind, sind bei Bewerbungen um Führungspositionen im Nachteil. Ihnen wird aufgrund Ihres Äußeren schlichtweg die Fähigkeit abgesprochen, ein Team erfolgreich führen zu können. Dasselbe gilt auch bei Bewerbungen für Stellen, die als „typisch männlich“ gelten (beispielsweise im Maschinenbau oder in anderen Technikberufen): Auch hier haben sehr attraktive Frauen einen Nachteil gegenüber durchschnittlich attraktiven Bewerberinnen.

Entscheidet also das Aussehen darüber, wer eine Stelle bekommt und wer nicht?
Ganz so ist es nun auch wieder nicht. In erster Linie wird natürlich auf die Kompetenz der Bewerber geachtet. Aber wie gesagt: das Foto sticht bei einer Bewerbung gleich ins Auge und kann einen Einfluss darauf haben, wie wohlwollend oder kritisch Ihre Bewerbung betrachtet wird. Bei gleich qualifizierten Bewerbern kann das Foto schon den Ausschlag geben. Daher mein Praxistipp:

Halten Sie sich an die 3 Goldenen Regeln für Ihr Bewerbungsfoto. Dann haben Sie in der Beurteilung die Nase vorn.
GOLDENE REGEL Nr. 1: Verwenden Sie ein professionell gemachtes Foto!
GOLDENE REGEL Nr. 2: Verwenden Sie ein aktuelles Foto!
GOLDENE REGEL Nr. 3: Vermitteln Sie einen sympathischen und kompetenten Eindruck!

Ein Bewerbungsfoto ist ein MUSS im Lebenslauf! Bitte NICHT weglassen!

Karin Leitmüller

Zum Abschluss noch eine oft diskutierte Frage, die ich oft höre:
„Soll ich das Bewerbungsfoto nicht überhaupt ganz weglassen?“

Dazu meine klare Antwort: NEIN! Verzichten Sie auf keinen Fall das Bewerbungsfoto! Menschen haben die innere Tendenz, sich ein umfassendes und vollständiges Bild von einem anderen Menschen machen zu wollen. Genauso möchte sich Ihr künftiger Arbeitgeber ein möglichst vollständiges Bild von Ihnen machen. Wenn nun ein wichtiges Puzzleteil fehlt, tut sich Ihr Arbeitgeber schwer, Sie richtig einzuordnen. Das kann dazu führen, dass er vielleicht einen anderen Bewerber vorzieht, von dem er sich ein genaueres und stimmigeres Bild machen kann.

Bedenken Sie immer folgendes: Personalauswahl ist wie eine Partnervermittlung! Stellen Sie sich vor, Sie haben sich bei einer Partnervermittlung angemeldet, aber bei den vorgeschlagenen Partnern gibt es Vorschläge mit Foto und welche ohne Foto. Mit wem würden Sie eher ein Blind Date haben wollen? Eben. Und genau nach demselben Prinzip funktioniert Personalauswahl. Natürlich wäre es aus Gründen der Chancengleichheit und Anti-Diskriminierung korrekter, wenn das Foto keinen Einfluss auf die letztendliche Personalentscheidung haben würde. Aber es ist Realität, dass zusätzlich zu Ihren Qualifikationen und zu Ihrem Können auch Ihr Aussehen eine Rolle spielt.

Daher meine Empfehlung:
Suchen Sie sich einen professionellen Fotografen, der Ihre Bewerbungsfotos macht. Er wird Ihre Vorzüge ins rechte Licht rücken und ein Top-Bewerbungsfoto für Sie liefern.

Dieser Beitrag erscheint in Kürze auch auf dem Blog von Fotograf Thomas Magyar unter www.tm-fotodesign.at!

Karin Leitmüller

Karin Leitmüller

Bewerbungsberatung & HR Consulting

Mag. Karin Leitmüller, MA hat fast 15 Jahre Berufserfahrung im Rekruiting bei Personalsuche und Personalauswahl, davon über 10 Jahre Erfahrung als Führungskraft. Sie hat ursprünglich Sozialwirtschaft studiert, später Organisations- und Wirtschaftspsychologie. Jetzt unterstützt sie Arbeitsuchende und Veränderungswillige als Bewerbungsberaterin sowie Unternehmen bei deren Personalthemen. Sie durfte auch eigene Bewerbungserfahrungen sammeln, als sie sich als Mama mit Kind für Führungspositionen beworben hat.

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